Sobald sich der Horizont farblich vom Wasserspiegel unterscheiden lässt, fahren die Fischer raus. Von den ersten kann man gerade einmal die Lichter sehen, später auch die kleinen Boote selbst, sechs bis acht Meter lang. Die beste Zeit am Tag am Blog zu arbeiten und die Bilder hochzuladen, denn die Fischer sind weg und der Rest schläft noch. Somit ist die düüünne Internetleitung des Ortes minimal genutzt.
Für uns startet der heutige Tag entspannt, denn wir müssen nicht unser Auto packen und weiterziehen, also gibt es ein Frühstück und nicht nur einen Teh Tarik on the road. Beim letzten Einkauf hat sich Arno gleich eine Packung Cap’n Crunch geholt, die passende Milch dazu im 4 Liter Hefen.
Die Cereals Packungen sind in Kanada natürlich zweisprachig.
Für heute sind keine großen Wanderungen und Attraktionen am Plan, eher die Tätigkeiten, die einen solchen Trip möglich machen. So wie Wäschewaschen und die Beladung des Autos organisieren.
So beschränken wir uns auf einen kleinen Spaziergang ans Ende der Ortschaft, wo es einen zweiten Fischerhafen gibt. Wobei Hafen etwas übertrieben ist, eher eine Anlegestelle.
Hinter den Bäumen steht unser Haus, also von einem großen Ausflug kann man wohl nicht reden.
Am Ende der Mole steht ein kleines Häuschen, in dem die Fischer ihr Material und Werkzeug lagern, das schauen wir uns an.
Die große Pumpe, mit riesigen Schläuchen um Meerwasser anzusaugen, ist mit einer dicken Schicht Farbe überzogen, um das Metall darunter vor der korrosiven Meeresluft zu schützen, zumindest eine Zeit lang.
Das hochgepumpte Wasser gelangt dann in diese Waschrinne, in der Muscheln(?) gewaschen werden. Leider ist niemand vor Ort, um uns die Funktion zu erklären, die Boote kommen erst am späten Nachmittag zurück.
Auch hier sind Fluchtrouten für den Fall eines Tsunamis auf der Straße gekennzeichnet, zuletzt haben wir diese Hinweistafeln am Mississippi gesehen.
Am Weg zurück schauen wir noch bei Miss Mays vorbei, einem kleinen Eisgeschäft, in dem sich Babsy eine Waffeltüte ein Stanitzel mit Maple Walnut und Blueberry Cheesecake holt.
[Miss May hat uns gefragt, ob wir ein Cone oder eine Waffle haben wollen, daher haben wir ganz automatisch Waffeltüte geschrieben. Jennifer hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass man Stanitzel sagt, womit sie vollkommen recht hat. Also haben wir das gleich korrigiert.]
Kaum ist das Eis verputzt und die frisch duftende Wäsche eingepackt, geht es in die Küche und wir können uns das erste selbst gekochte Essen des Urlaubs zubereiten. Einfach Schweinskotelett mit Spargel und Ofenkartoffeln.
Auch für morgen ist ein ganztägig bedeckter Himmel angesagt, was uns aber nicht von einem Ausflug an den Strand abhalten soll. Wir wünschen eine gute Nacht.










