Durch Vancouver

Der letzte Ausflug steht an und Vince ist diesmal nicht mit von der Partie. Wir erkunden Vancouver zu Fuß und mit den Öffis.

Wir starten mit dem Bus und steigen dann auf den SeaBus um, eine Fähre, die alle 15 Minuten zwischen North Vancouver, wo wir wohnen und den Stadtzentrum verkehrt.

Die Überfahrt ist unspektakulär und hat den Charme einer Wartehalle.

Das Erste, worüber wir stolpern, ist ein Shop der Royal Canadian Mounted Police, den schauen wir uns an.

Hier geben Polizisten aus aller Welt Patches ab, links unten ist die Österreich Ecke. Von der guten alten Gendarmerie, über die Cobra und die LVA Steiermark bis hin zur Justizwache ist hier so einiges aus der Heimat vertreten.

Der Ausblick zurück Richtung North Vancouver lichtet sich langsam und die Sonne kommt durch.

Natürlich gibt es auch hier, wie in jedem Hafen, Wasserflugzeuge. Im Hintergrund schwimmt eine Bootstankstelle von Chevron.

Wir spazieren an der Waterfront weiter an den Hochhäusern entlang, bis wir dann in das Zentrum abbiegen.

Unser nächstes Ziel ist die Dampfuhr, die im Stadtteil Gastown steht. Sie wird mit Dampf betrieben und pfeift alle Viertelstunden die Big-Ben-Melodie vor sich hin.

Wir marschieren quer durch Downtown zum Robson Square, um uns bei einem Foodtruck ein Mittagessen zu holen.

Wir ergattern einen der wenigen Tische, die auf dem Platz zu finden sind.

Es ist die Hoisin Chicken Roll geworden und nach ein paar Bissen ist sie auch schon wieder verschwunden.

Gestärkt geht es weiter zum Granville Island Public Market. Den False Creek, einen zwei Kilometer langen Meeresarm, gilt es dafür noch zu überqueren. Dafür nutzen wir den Aquabus. Kurz warten wir am Anleger, dann kommt die Mini-Fähre auch schon angetuckert.

Platz für gerade einmal 20 Personen zahlt man ein paar Dollar und wird in wenigen Minuten auf die andere Seite geschippert.

Granville Island ist gar keine Insel, wie der Name vermuten lässt, im besten Fall eine Halbinsel.

Der Public Market ist mit dem wiener Naschmarkt vergleichbar, jedoch in einer Halle. Stand reiht sich an Stand, von Fisch über Fleisch, Obst, Gemüse und Käse gibt es auch fertige Speisen aus aller Herrn Länder.

Hier holen sich viele Touristen etwas zum Essen und …

… setzten sich im Freien auf einen der vielen Tische. Begleitet wird das Ganze von wechselnden Alleinunterhaltern mit Gitarre.

Bei einem Stand mit Kuchen und Süßspeisen aller Art holen wir uns einen Karottenkuchen, einen Cannellono und zwei Pastel de nata.

Wir treten mit dem Aquabus und dem normalen Autobus die Heimreise an.

Zu Hause machen wir uns über die Beute, die wir am Markt gemacht haben, her. Zuerst wird das französische Baguette verarbeitet und es ist das erste Brot seit einem Monat, das nicht nur weich ist. 🙂

Am Abend werfen wir dann alles auf einen Haufen, was sich in den letzten vier Wochen so angesammelt hat. Wie wir das in zwei Koffer und zwei Taschen bekommen sollen? Morgen steht wohl eine Runde Tetris an.

Morgen ist Packtag und übermorgen geht es wieder ab nach Hause.

Wir wünschen euch eine gute Nacht.