Nach zwei Tagen im Hotel geht es heute endlich wieder in ein Haus und dann gleich in eines am See, dem Big Lake.
Unser Best Western Hotel hatte einen Pool und der war von spät bis früh voll mit Kindern. Jedes Mal im Lift, Kinder mit nassen Haaren und Badehose/-anzug. Uns kommt fast vor, die Familien buchen hier eine Nacht, nur wegen diesem Schwimmbecken, das sogar eine Rutsche hat.
Scheinbar funktioniert das Wetter hier in British Columbia so: Wolken und Nebel in den Morgenstunden. Nach dem Volltanken geht es weiter auf dem Highway 97 Richtung Süden.
Eine große Baustelle stoppt uns für fast 10 Minuten, dann geht es weiter.
Die Fahrt führt uns entlang des Fraser Rivers und bald haben wir die Stadt Quesnel erreicht. Auf den heutigen 250 km gibt es nicht viel Aufregendes, aber damit wir hin und wieder eine Pause machen, schauen wir uns hier die Fraser River Fußgängerbrücke an. Pferde dürfen sie übrigens nur in Schrittgeschwindigkeit überqueren.
Unweit des Übergangs startet gerade ein Güterzug Richtung Süden.
Wir stoppen etwas außerhalb von Quesnel bei Kersley, um einen Wanderweg zu gehen. Wir suchen an einem Ende der Ortschaft und am anderen, letztlich enden wir vor dem General Store und können den Einstieg nicht finden. Da haben wir uns wohl irgendwo verplant, nichts zu finden.
Zumindest hat sich das Wetter gebessert, so wie jeden Tag, ab Mittag wird es besser.
Binnen 30 Minuten von bewölkt zu strahlend blau. 🙂
In Williams Lake kehren wir im Howdy Cafe ein, geführt von einer pakistanischen Familie.
Ein Smash-Cheeseburger und ein Howdy’s Finest Smash-Burger mit Jalapeños samt selbstgemachten Zwiebelringen …
… führen zu einer gut gefüllten Box, das überrascht jetzt niemanden.
Beim Verlassen von Williams Lake kommen wir an mehreren Sägewerken vorbei, Baumstämme, Balken, Bretter und Sägemehlhaufen soweit das Auge reicht.
Von hier ist es nicht mehr weit bis an den Big Lake und wir wechseln auf eine kleine Nebenstraße, die zwischen Farmen hindurchführt.
Dementsprechend wird auch nicht vor Bären oder Elchen gewarnt, sondern vor Vieh, das die Straße überqueren kann.
Dann können wir den See schon vor uns sehen.
Hier gibt es keinen Handy-Empfang und der Weg zu unserem Haus ist eher ein Pfad.
Ein klassisches Blockhaus, aus dicken Balken. Wie es sich hier gehört mit Motorboot und Quad.
Unten am See, ein Steg mit Sitzplatz.
In der Sonne ist es angenehm warm und Arno legt sich auf das Sofa um zu entspannen. Ein Eichhörnchen pirscht sich langsam heran, springt auf den kleinen Tisch neben dem Sitzmöbel und wirft die Limonadenflasche um. Das soll den kleinen Nager aber nicht stören.
Die Flasche liegt und es klettert weiter auf die Armlehne, schaut sich Arno an und klopft ihm zweimal auf die Schulter. Nach dem Motto ‘He, weg da, das ist meine Couch!‘
Als Babsy die Türe zum Balkon öffnet, läuft es schimpfend zum Geländer und setzt sich obendrauf.
Bellend und pfeifend sitzt es minutenlang da und lässt sich auch nicht davon stören, dass sich Arno aufsetzt und zu reden beginnt. Weiter wird geschimpft.
Irgendwann gibt es entnervt auf, nachdem Arno nicht vom Sofa verschwindet.
Eine halbe Stunde später kommt es noch einmal vorbei und klettert auf das Möbelstück, läuft darauf herum und verschwindet wieder. Ob unter den Polstern ein Nusslager ist?
Diese Gegend ist bei Astro-Fotographen sehr beliebt, da es hier stockdunkel wird und keine Lichtquellen gibt. Na schauen wir einmal, was uns der nächtliche Himmel zu bieten hat.
Eine gute Nacht.


















