Roadtrip British Columbia

Goldrausch

Auch für den heutigen Tag haben wir uns ein paar Ausflugsziele gesucht, das Thema des Tages ist Goldrausch. Nicht so golden ist das vorhergesagte Wetter, was soll’s, wir machen das Beste daraus.

Um von unserem Haus irgendwo hinzukommen, dauert seine Zeit, wir wohnen im Nirgendwo.

Nach gut 50 km Kurven durch den Wald überqueren wir die Holzbrücke über den Quesnel River.

Gleich danach biegen wir Richtung Quesnel Forks, einer ehemaligen Goldgräber-Siedlung ab.

Hinter einer engen Kurve steht ein LKW mit Kran mitten in der Straße, die Arbeiter sind beim Baumschneiden.

Ah, zwei Kurven weiter stehen dann die Warnschilder, gerade noch rechtzeitig. 😉

Und hier beginnt auch die Schotterstraße, die für 12 km durch den Wald führt. Feucht vom nächtlichen Regen und voll von Schlaglöchern. Genau für solche Fälle bestellen wir uns immer ein Auto mit 4WD, also zuschalten und weiter geht’s.

Kurz vor dem Ende geht es steil bergab, die Büsche wachsen bis in den Weg. Hoffentlich kommt uns jetzt niemand entgegen.

Unten im Tal erreichen wir die Geisterstadt, deren letzter Bewohner 1954 verstorben ist. Mit dem Cariboo Goldrausch 1860, wurde hier eine Versorgungsstation mit rund 100 Einwohnern errichtet. Daher gab es hier auch einen Saloon, ein Casino und eine Brücke über den Quesnel River.

Bis zu 2.000 Goldgräber kamen pro Jahr hier durch. Schon fünf Jahre später wurde eine Straße gebaut, die den Ort mit seiner Brücke umging. Mitte der 1870er Jahre hatten fast alle Bewohner das Dorf verlassen, bis auf einen harten Kern chinesischer Goldgräber und Händler.

Unten an der Biegung des Flusses sind noch die Fundamente der Brücke zu sehen, die von einem Hochwasser weggerissen wurde.

Natürlich gibt es hier auch einen Friedhof.

Ein Teil ist aus den 1860er Jahren, als wir ihn betreten finden wir einen frischen Haufen von einem Bären. Also gut aufpassen.

Überraschenderweise wird dieser Friedhof immer noch genutzt, es gibt einen Teil, in dem sind Gräber, die kein Jahr alt sind.

Wir gehen zurück zu unserem Auto und durchqueren noch einmal die Ruinen der Geisterstadt. Um den Bären auf uns aufmerksam zu machen, klatscht Babsy immer wieder in die Hände und singt zur Sicherheit laut den Radetzky Marsch. Wir umrunden eines der Häuser und sehen vier Männer, die scheinbar nach uns hier angekommen sind. Sie schauen uns etwas entfremdet an.

Wir finden ein Schild, das uns an ein Museum verweist, wenn wir mehr Informationen haben wollen. Wir haben Glück und es ist bereits geöffnet, denn es ist kurz nach 11:00. Also fahren wir hin.

Beim Verlassen der alten Siedlung kommen wir noch an einer alten Caterpillar Planierraupe vorbei. Sie steht hier wohl schon etwas länger.

Der Schleppkübelbagger ein Stück weiter ist wohl noch ein paar Jahre älter.

Nach einer halben Stunde haben wir das kleine Museum neben einem Campingplatz gefunden und es hat zu! Eine Dame von gegenüber meint, es hat nur am Wochenende offen. Auf dem Türschild stehen genau die gleichen Öffnungszeiten, es sollte jetzt offen haben.

Na gut, dann schauen wir uns die Umgebung an und spazieren durch den kleinen Zedernwald zum Fluss hinunter.

Dort finden wir einen restaurierten Dampfbagger aus dem Jahr 1906, gebaut von der Iron Works Company, Ohio.

Etwas ähnlich altes finden wir ein Stück weiter, eine funktionierende Telefonzelle, denn hier gibt es weit und breit keinen Handy-Empfang.

Das nächste Ziel ist die Bullion Pit Mine, deren Zufahrt mit einem großen Schild einer Planierraupe gekennzeichnet ist. Hier wurde von 1892 bis 1942 abgebaut.

Dies war die größte hydromechanische Mine der Welt. Mit riesigen Wasserwerfern wurde das Erdreich weggespült. Eine Furche von 3 Kilometern Länge, 300 Metern Breite und 125 Metern Tiefe wurde in den Hügel gefräst, um Gold auszuspülen. Unglaubliche 200 Millionen Tonnen Erdreich wurden dadurch bewegt.

Von einer Aussichtsplattform soll man mehr sehen können, also nichts wie hin.

Na, die hat sicher schon bessere Zeiten gesehen.

Egal, wir gehen daran vorbei und klettern an ein paar alten Balken vorbei, die wohl auch Teil der Plattform waren.

Was wir finden, sind Reste einer der Holzrinnen, in denen der Schlamm talwärts geronnen ist, wo sich das Gold abgesetzt hat. 75 Tonnen Gold wurden hier gewonnen.

Auch hier lassen sich Pilze finden, wenn das überhaupt einer ist.

Die weißen sind sehr schleimig.

Zurück am Parkplatz beginnt es bereits zu tröpfeln, aber das Bild von dem niedlichen kleinen Bagger mussten wir noch mitnehmen.

Wir haben die Mine noch nicht verlassen, da schüttet es schon in Strömen. In diesem Regen fahren wir dann wieder durch endlose Wälder Richtung zu unserer Unterkunft.

Am Straßenrand wachsen Heidelbeeren in rauen Mengen und ein durchnässter Schwarzbär ist gerade dabei sie zu verputzen, als wir vorbeikommen.

Er schaut uns nur kurz an und widmet sich dann wieder seinen Früchten.

Heute hat es mit unserer Wetter-Theorie, dass am Nachmittag die Sonne herauskommt nicht so ganz funktioniert. Wieder zu Hause wird gekocht und dann gehen wir in den Entspannungsmodus.

Ganz entspannt sind auch die zwei Hirschkühe und ihre drei Jungen (im Herbst nicht mehr ganz so jung), als sie im Garten ankommen, um zu fressen.

Der Wind steht gut und so schaffen wir es sie nicht nur durch das Fenster zu beobachten, sondern auch auf den Balkon zu gehen.

Ein paar Mal entdecken sie uns fast, schauen in unsere Richtung und drehen ihre Ohren, um uns zu lokalisieren. Bewegungs- und geräuschlos verharren wir, bis sie sich wieder dem Fressen widmen.

Gute 20 Minuten beobachten wir sie beim Fressen, bis sie wieder im Wald verschwinden.

Huh, in der Jogginghose war das schon recht kühl.

Während wir uns mit einem Heißgetränk aufwärmen wünschen wir eine gute Nacht.

Schotter

Heute geht es nach Clearwater, rund 250 km. Unser erstes Zwischenziel sind die Muffat Falls. Er liegt etwas abseits unserer Strecke und wir müssten hin und zurück auf der gleichen Straße fahren. Um das zu vermeiden, haben wir mit Google Maps eine alternative Route gefunden.

Kaum dass wir die Abzweigung zur Ausweichroute genommen haben, endet der Asphalt nach 30 Metern. Das Navi zeigt 32 km Schotterstraße an. Also 4WD zuschalten und los geht’s.

Es dauert nicht lange und wir sehen den ersten Bären auf der Schotterfahrbahn. Wir werden langsamer und fahren näher. Als er uns bemerkt ist er auf und davon.

Die Straße führt an etlichen Farmen vorbei, dementsprechend sehen wir einiges an Rindvieh. So wie diese Angusrinder. Sie tragen statt Kuhglocken Sender mit Solarpaneelen, um sie wiederzufinden, denn Zäune gibt es hier wenige. Es gibt Cattle Guards (Viehgitter) im Boden, die das Vieh stoppen sollen. Vor und hinter solchen Sperren aus Eisenbahnschienen ist die Fahrbahn immer in sehr schlechtem Zustand.

Und da ist der nächste Bär des Tages, der uns lange Zeit beim Näherkommen beobachtet, bis er entscheidet, wohin er sich verziehen will. Wir fahren heute in Richtung Süden, was man auf sehr vielen Fotos erkennen kann, denn die meisten sind gegen die Sonne aufgenommen.

Letztlich hat er sich für den Wald entschieden.

Nach viel Gatsch und Löchern in der Straße erreichen wir das Ende des Abschnittes und, hurra, wir haben wieder Asphalt.

Wir hören den Schlamm, wie er von den schneller drehenden Reifen auf die Innenseiten der Kotflügel geschleudert wird. Die Ortschaft Horsefly ist nur mehr wenige Kilometer entfernt und dort sollen wir die Wasserfälle finden.

Die herbstlichen Farben begleiten uns, als wir nach nur drei Kilometern wieder auf Schotter stoßen.

Gleichzeitig rufen wir aus ‘Rechts, ein Bär!‘ Als wir näher kommen und Babsy auf den Auslöser drückt, bemerken wir, doch nur der schwarze Hintern einer Kuh, der da halb aus einem Busch schaut. Nicht so spektakulär.

Der Pfad wird immer enger, eigentlich ist es nur ein Trail für Snowmobile. Von denen gibt es hier zig Kilometer in der Gegend.

Wir erreichen den kleinen Parkplatz samt Plumpsklo mitten im Wald. Weit und breit niemand zu sehen.

Die Fußbretter unseres Vince tropfen nur so vor Schlamm.

Der Schriftzug auf der Beifahrertüre hat einen netten ‘Schattenwurf’.

Und Kennzeichen haben wir scheinbar auch keines mehr.

Wir nutzen die Motorhaube als Startplatz für die Drohne.

Wir verschaffen uns einen Überblick von oben, wohin wir auch schauen, sieht es so aus.

Rucksäcke auf den Rücken und los geht’s. Vor und hinter der kleinen Brücke gibt es auch hier Viehgitter, mit dem Streifen Gitter in der Mitte speziell für Snowmobile gemacht

Wir schicken vom Aussichtspunkt aus die Drohne wieder in die Luft.

Der Felsbrocken in der Mitte des Flusses teilt den Strom in zwei Wasserfälle.

 

Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung Süden und kommen an der Kreuzung noch einmal vorbei, an der wir die 32 km Schotterstraße verlassen haben und was kommt da gerade herausgefahren? Gut, dass wir den vorher nicht hinter uns hatten.

Nach vielen Kurven und Hügeln auf dem Highway 97 biegen wir auf den Highway 24 ab und dort geht es genauso weiter. Auf und ab, links und rechts, in allen möglichen Kombinationen.

Wir erreichen unser nächstes Zwischenziel, den Bridge Lake Ice Caves Trail. Hier soll es Felsspalten und Höhlen geben, in denen sich der Schnee und das Eis des Winters bis in den Sommer hält. Jetzt im Herbst wird wohl nicht mehr viel davon übrig sein, wir schauen uns das trotzdem an.

Auf dem Wolf-Trail marschieren wir los und sehen ein Eichhörnchen, dass sich ein Schwammerl holt und frisst. Wir wussten gar nicht, dass sie zum Futter von Eichhörnchen gehören. Für das Foto hat es sich leider im letzten Moment weggedreht.

Von diesen Pilzen auf der anderen Seite des Weges hat es sich gerade etwas geschnappt.

Dann erreichen wir den Abhang zum Bridge Lake, der sich durch die Bäume erkennen lässt.

Tief und verwinkelt geht es hier in die Tiefe der Spalten und Höhlen. Kein Schnee mehr zu sehen.

Mittlerweile haben wir uns mit der Drohne wieder eingespielt und haben sie in nur wenigen Minuten in der Luft und das erste Bild geschossen.

Die Eschen und Birken in den Wäldern zeigen ihr leuchtendes Goldgelb, wenn die Sonne denn durch die Wolken strahlen würde, wäre es noch viel intensiver.

Einsam und schmutzig steht Vince am Parkplatz, als wir zurückkehren.

Wir überqueren den McDonald Summit mit 1.311 Metern Höhe. Da wir beständig bergauf gefahren sind, haben wir nicht bemerkt, wie hoch oben wir inzwischen sind.

Der Weg nach unten in das North Thompson Valley ist hingegen sehr kurz und steil. Die empfohlene Geschwindigkeit für Trucks ist 10 km/h. Bevor es bergab geht, gibt es an der Spitze einen Platz zum Überprüfen der Bremsen.

Es gib auf den 7 Kilometern mehrere Runaway Lanes, steile Auslaufzonen für LKWs, deren Bremsen versagen, die mit feinem Schotter befüllt sind und steil nach oben gehen, um das schwere Fahrzeug verlässlich zu stoppen.

Langsame LKWs müssen die Warnblinkanlage einschalten. Überholen ist möglich, aber nur an einigen Stellen. Wir haben Glück, erst auf den letzten paar Hundert Metern haben wir einen Truck vor uns. Mit berauschenden 27 km/h rollen wir hinter ihm her.

Dann erreichen wir unser Farmhaus in Clearwater und werden hier 4 Nächte verbringen.

Da es auf einer wirklichen Farm steht, haben wir von den Vermietern gleich eine Schüssel frischer Eier bekommen.

Nach einen Tag voll Bären und Schlamm wünschen wir eine ruhige und gute Nacht.

Wasserfälle

Da wir hier in Clearwater mehrere Tage verbringen, starten wir unsere Ausflüge von hier. Für heute haben wir uns den Clearwater River und seine Wasserfälle ausgesucht, die man Richtung Norden finden kann.

Wir starten bei blauem Himmel und der Straße führt gleich bergauf. Bald haben wir die Wolken, die tief im North Thompson Valley hängen, unter uns gelassen.

Zuerst dachten wir, es wäre Nebel, doch tatsächlich fahren wir durch die Ränder der Wolken.

Im Wells Gray Provincial Park, den wir heute erkunden werden, gibt es 42 Wasserfälle, die einen Namen tragen und unzählige kleine, anonym bleiben.

Direkt neben einer alten Brücke liegt The Mushbowl. Neben der Straße ist gerade einmal für zwei Autos Platz, die sich aufs Bankett parken. Da wir früh dran sind, haben wir Glück und es ist niemand hier.

Eine Felsformation zwingt den Murtle River in drei getrennte Ströme, die sich knapp vor der Brücke wieder tosend vereinen.

Eine kurvige Straße bringt uns zum höchsten der Wasserfälle, den Helmcken Falls. 141 Meter tief fällt das Wasser des Murtle Rivers. Die aufsteigende Gischt leuchtet in der morgendlichen Sonne.

Wir wandern ein Stück den Murtle River nach unten, um auch andere Blickwinkel auf den Wasserfall zu erhaschen.

Der Trail führt eng an der Kante entlang und ein Warnschild erinnert daran, dass es hier keine Zäune oder Geländer gibt, die Besucher vor einem 150 Meter Sturz in die Tiefe bewahren können.

Über die Zeit hat der Helmcken Falls einen Canyon geschaffen, der sich weiter unten mit dem Clearwater River vereinigt.

Von hier oben kann man den Zusammenfluss der beiden Flüsse Murtle River und Clearwater River erkennen.

Wir kehren wieder zurück und fahren weiter in das Tal hinein. Gleich nach dem Helmcken Falls endet auch die asphaltierte Straße und es geht über Schotter weiter.

Der nächste Kandidat auf der Liste ist Bailey’s Chute. Über einen gut ausgebauten Wanderweg geht es hinunter zum Fluss.

Natürlich gibt es auch hier Schwammerl zu finden.

Über 120 m³ Wasser fließen hier pro Sekunde über die Felsen. Am unteren Ende entsteht eine 1,5 Meter hohe stehende Welle, verursacht durch ein 30 Meter tiefes Loch im Tosbecken.

Der Name Bailey’s Chute erinnert an den Ingenieur Jim Bailey, der 1949 die Brücke über den Murtle River bei The Mushbowl entworfen hat. Er ertrank bei einem Bootsunfall etwas unterhalb dieses Wasserfalls 1952.

Nach gut 30 km auf der unbefestigten Straße kommen wir an deren Ende an, dem Clearwater Lake.

In der Sommer-Saison kann man hier Kanu fahren. Derzeit sind die Betreiber dieser Vermietungen gerade damit beschäftigt die Boote in ihr Winterlager zu bringen und so stehen etliche Pick-Ups mit Anhängern bereit und warten darauf, beladen zu werden.

Wir spazieren zum Ufer hinunter. Es ist sehr still, nur eine Ente beschwert sich, dass wir ihr zu nahe kommen und schwimmt davon. Niemand zu sehen.

Wir nutzen einen der Stege, von denen im Sommer die Kanu-Touren starten, für eine kleine Stärkung. Irgendwann kommt die Ente auch wieder zurück und hat sich mit unserer Anwesenheit abgefunden.

Gut gestärkt geht es weiter, wieder talauswärts, um uns die Dawson Falls anzusehen.

Eine kleine Wanderung führt von der Straße hinunter zum Fluss. Die obligatorischen Schwammerl sind natürlich auch hier zu finden.

Dann stehen wir direkt neben der Fallkante des gut 90 Meter breiten Wasserfalls und beobachten, wie die Wassermassen in die Tiefe stürzen.

Der Herbst ist hier mittlerweile voll angekommen, mit Sonne schaffen wir es knapp in die zweistelligen Temperaturen und das Laub beginnt sich Zusehens in allen Farben zu präsentieren.

Von oben kann man den Bogen erkennen, den die Dawson Falls über 90 Meter spannen.

Von einem zweiten Aussichtspunkt weiter unten kann man sich einen guten Überblick verschaffen.

Von unseren Vermietern haben wir den Tipp bekommen, uns die Silvertip Falls anzusehen. Sie liegen abseits der normalen Route und müssen erwandert werden. Mit 168 Metern der höchste Wasserfall im Wells Gray Provincial Park.

Der Trail ist nur über eine Schotterpiste, nicht -straße, zu erreichen, die für normale Autos nicht geeignet ist. Hohe Bodenfreiheit und Vierradantrieb dringend empfohlen. Gleich beim Abbiegen sehen wir schon die erste Gefahr, ein Logtruck, zum Glück ist er hier nur abgestellt.

Zahlreiche Warnschilder stehen an der Zufahrt. Lawinen werden derzeit kein Problem sein. Es handelt sich um eine aktive Logging Zone (Holzfäller-Zone), daher gelten spezielle Verhaltensregeln auf der Piste, zB Scheinwerfer an, Logtrucks haben immer Vorfahrt (ein no-brainer 😉 ), etc.

Das wichtigste Schild steht in der Mitte, ‘Trail and Road closed’ – die Straße und der Wanderweg sind gesperrt. Zefix!

Da war doch was? Vor zwei Tagen waren wir in der Touristeninfo in Clearwater und da gab es eine Tafel mit Ereignissen im Monat September.

Und unten hing ein Zettel wegen eines gesperrten Trails. Mehrere Grizzly-Bären sind derzeit in diesem Bereich aktiv und zum Schutz der Bären und Wanderer wird der Wanderweg gesperrt.

Also muss eine Alternative her. Nicht weit von hier gibt es die Spahats Falls, eigentlich nur einmal über die Straße. Wir wissen von unserem Besuch in der Touri-Info, dass der Parkplatz dort wegen Bauarbeiten gesperrt ist und der Zugang von einem anderen Aussichtspunkt startet, als erreichbar, aber über einen längeren Weg.

Es geht bergab.

Von hier hat man einen tollen Ausblick auf den Clearwater River unter uns. Dorthin fließt auch das Wasser aus den Spahats Falls.

Kleine Schwammerl wachsen am Wegesrand.

Ein Sturm hat vor ein paar Jahren dem Wald ziemlich zugesetzt. Meterhoch liegen die umgestürzten Bäume kreuz und quer übereinander.

Dann erreichen wir den 90 Meter hohen Wasserfall, der in ein beeindruckendes Tal fällt. 80 Meter tief hat er sich bereits in die Felswand gefressen.

Auf der Felswand gegenüber wachsen auf kleinen Vorsprüngen Thujen. Scheinbar haben sich Wurzeln, die auf ihrem Weg nach unten nur Luft und keinen Boden gefunden haben, in Äste verwandelt, die nun kopfüber in der Wand hängen.

Zum Abschluss unseres langen Ausfluges gehen wir essen, keine Lust mehr auf Einkaufen und Kochen. Der Gateway Grill wurde uns empfohlen.

Ein Steak mit Gemüse und Shrimps, sowie …

… eine Pitaflade mit Lamm und Feta sind ein geschmackvoller Abschluss für heute.

Morgen ist aufgrund von angesagtem Dauerregen wieder großer Waschtag und Kochen angesagt.

Müde fallen wir ins Bett und wünschen auch euch eine gute Nacht.