Unser Haus und Garten ist reisefertig und als letztes verabschieden wir uns von der grünen Elise, die den ganzen Sommer am Fenster von Arnos Büro verbracht hat. Bevor die Rollos runtergefahren werden, wird sie vorsichtig in die morgentliche Sonne gesetzt. Hoffentlich haben wir auch nächstes Jahr wieder eine neue Generation im Garten.
Unser Flug bringt uns in lächerlichen 9 Stunden direkt von Wien nach New York. Doch nicht so schnell. Wir haben am Sonntag unser Gepäck vorab eingecheckt, damit wir am Abflugtag nur noch mit dem Handgepäck durch den Sicherheitscheck müssen.
Bei den ausgedruckten Tickets ist Arno aufgefallen, dass unter dem Eintrag Selectee SSSS steht. Was auch immer das heissen soll. Auf Babsys Boardingkarte ist es nicht zu sehen.
Beim Boarding stellt sich dann gleich heraus, was dieses SSSS bedeutet. Arno wurde von der TSA – der amerikanischen Transportation Security Administration, die für die Sicherheit im Transportwesen zuständig ist, für ein Sicherheitsscreening ausgewählt. Also geht es mit dem Handgepäck in einen eigenen Kontrollbereich mit allen Arten an Sicherheitsscannern, die ein Flughafen zu bieten hat. Der Rucksack muss vollständig ausgeräumt werden und jede darin befindliche Tasche ebenso. Die Drohne wird in allen Einzelteilen aufgelegt, alle Kabel heraus, das Handy muss sogar aus der Hülle. Dann geht es für Arno durch den Scanner, samt Sprengstofftest. Die Schuhe fahren durch das Röntgengerät. Die Spezial-Boardingkarte wird einbehalten und eine neue ausgestellt.
Nur eine Stunde später sind wir bereits hoch über den Wolken und auf dem Weg nach Westen.
Nach einem ruhigen Flug landen wir in New Ark NJ, etwa eine Autostunde von New York entfernt. Bessere Flugzeiten haben uns zu diesem Flughafen gebracht. Wir landen um 13:00 Lokalzeit und haben somit den ganzen Nachmittag für die ersten Erkundungen. Wären wir nach New York geflogen, hätten wir erst nach 22:00 aufgesetzt.
Die Immigration ist in 25 Minuten erledigt, eine nette ältere Dame befragt uns zu unserem Trip und wieder ist es sehr wichtig die Adresse der ersten Unterkunft bereitzuhalten.
Mit einem Limosinenservice fahren wir nach New York City, direkt zu unserem Appartment, das wir für 4 Tage gemietet haben. In NYC herrscht derzeit mehr Verkehrschaos als sonst, denn es findet zur Zeit die UN-Generalversammlung statt. Alle Unterkünfte sind ausgebucht und die Stadt ist voll, wirklich voll von Polizei. An jeder einzelnen Kreuzung, an der wir heute vorbeikommen steht zumindest ein Polizist, oft auch mehr.
In der 52. Straße, wo wir wohnen, ist der Anreisekorridor für die Delegierten, das heißt vollkommenes Parkverbot, Sperrgitter an beiden Seiten der Straße, alle 100 Meter 2 Polizeiautos und 4 Polizisten, Tag und Nacht. Zusätzlich fahren ständig weitere Polizeifahrzeuge aller Art durch die Gegend, Sirenengeheul ohne Ende. Auf jeden Fall fühlen wir uns sicher.
Unser Appartment ist nicht groß, aber sehr nett. Leider ist die Dachterrasse noch immer im Umbau und wir können uns am Abend nicht gemütlich aufs Dach setzte. 🙁
Direkt gegenüber ist das ungarische Konsulat. Ein etwas anderer Blick aus dem Fenster als zu Hause.
Nach einer Stunde Pause geht es in den nächsten Shop, um ein paar kleine Besonrgungen zu machen. Dann machen wir uns auf in die Schluchten von New York.
Wir spazieren am Rockefeller Center vorbei, keine Eisfläche zu sehen.
Weiter geht es zum Time Square, voll von leuchtender Werbung und Menschen.
Es gibt eine rote Treppe, auf der man sich hinsetzten und die Lichtershow bewundern kann. Auch wir verweilen ein paar Minuten und dann geht es weiter durch die Stadt.
Wir wandern weiter zur Grand Central Station und werfen einen kurzen Blick ins Innere.
Über dem Informationsschalter in der Mitte der rieseigen Halle prangt eine auffällige Uhr mit Opalglas, geschätzter Wert rund 20 Millionen Dollar. Der Kiosk hat keine Türe, die Mitarbeiter kommen über eine kleine Wendeltreppe von unten an ihren Arbeitsplatz.
Nur 100 Meter entfernt vom Bahnhof finden wir unser Abendessen, Tacos, bei Los Tacos No. 1.
1x Carne Asada, 1x Pollo Asado, 1x Adobada und 1x Nopales.
Während wir diesen Blogeintrag schreiben, wird es laut in der Straße. Sicherlich 40 Polizeimotorräder, gefolgt von ebensovielen Polizeiautos, 2 Trucks mit SWAT Teams, 2 Rettungswagen, etliche ungekennzeichnete Vans und eine große schwarze Limosine mit amerikanischen Flaggen fahren unter unserem Fenster vorbei. Hubschrauber kreisen über den Dächern. Wer das wohl war? Und dann etwa noch einmal soviel Poliezeiautos. Die Nachbarn hängen alle auf den Feuerleitern oder aus den Fenstern.
So das war der erste Tag, morgen geht es gleich in der Früh auf das Empire State Building, gute Nacht.













